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Mein Senf zum Thema romantische Liebe

Die zwei Dinge, die meiner Meinung nach in unserer Welt komplett überbewertet werden, sind 1. Sex und 2. romantische Liebe.

 

Facebook verleitet mich immer wieder dazu, meinen Senf zum Thema Psychologie abzugeben. Bei keinem anderen Thema erlebe ich so viel Selbstverständlichkeiten, die einfach als gegeben hingenommen werden, wie bei der romantischen Liebe.

 

So kam es, dass eine sehr liebe Facebook-Freundin von mir von der romantischen Liebe am schwärmen war. Ich blickte auf mein Leben und das Leben sämtlicher Menschen um mich herum und meine und deren Erfahrungen mit romantischer Liebe.

 

Also teilte ich meine Sichtweise über romantische Liebe mit

 

Ich deffiniere Liebe als Handeln und nicht als Gefühl. Gefühle sind für mich Hormone = Genetik zur Arterhaltung und nicht Liebe.

 

Liebe bedeutet für mich, dem anderen ein Freund zu sein und ihn so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden will. Liebe zeigt sich durch Handeln und macht frei von Bindungen. Das bekannteste Beispiel dafür war Jesus Christus.

 

Meine Deffinition von Liebe ist: Entweder man liebt alle Lebewesen und handelt demgemäß, oder man ist in einem Hormonrausch, weil deine Genetik angesprochen wurde.

 

Also ist für mich vieles, was als Liebe bezeichnet wird, gar keine Liebe für mich und auch nicht im Geringsten erstrebenswert. Solche Liebe von anderen hat mir bisher nur mein Leben gewaltig versaubeutelt und soll mindestens 10 km an mir vorübergehen. Ich habe meine Hormone sehr gut im Griff und nicht meine Hormone mich. Wer nicht mein Freund ist, der kann sich seine Hormone sonst wohin stecken. 😛

 

Dann gibt es da noch dieses Abhängigkeits-Syndrom und der Glaube, einen bestimmten Menschen zu brauchen, weil man von seinen Eltern nicht bedingungslos geliebt wurde. Meine Tochter kennt so etwas nicht und man hat ihr schon vorgeworfen, sie könnte gar nicht lieben, obwohl sie einer der freundlichsten ( = ein Freund sein = lieben) Menschen ist, die ich kenne.

 

Romantische Liebe ist eine Erfindung von mittelalterlichen Minnesängern. Zuvor gab es so etwas nicht.

 

Jaaaaaa, ich weiß, ich bin ein gaaaaanz schrecklich nüchterner Mensch….. :O

 

Dann brach das große verbale Bedauern über mich herein, dass ich wohl sehr verletzt worden wäre und noch nie eine erfüllte Liebe erlebt habe. Denn jeder würde sich eine romantische Liebe wünschen – was für eine Verallgemeinerung.

 

Das sagt ausgerechnet jemand, der in der Ehe die Hölle erlebt hat und aufgrund seiner momentanen Trennung vom Ehepartner extrem leidet.

 

Daraufhin folgte ein sehr ausführlicher Kommentar von mir

 

Doch, ich habe im extremen Maße romantische Liebe erfahren und will das nicht mehr haben. Männer waren regelrecht besessen von mir und wollten sich umbringen, wenn ich sie verlasse. Sie haben meine Beine umklammert, Rotz und Wasser geheult, dass ich sie nicht verlassen soll, mir stapelweise Liebesgedichte geschrieben und mir Liebesbezeugungen ohne Ende gemacht. Das war die Hölle für mich. Alle meine Männer haben mir noch jahrelang nachgeheult. Das war furchtbar!

 

Ich habe auch ganz viel wahre Liebe nach meiner eigenen Deffinition erfahren und diese Liebe weiß ich sehr zu schätzen. Diese Liebe ist wundervoll und stammt aus einem sehr, sehr hohen Bewußtsein und kann von jedem kommen. Sie erhebt dich und macht dich frei und macht dein Leben leichter, reicher (innerlich) und schöner.

 

Und das Wichtigste von allem: Ich liebe mich selbst, u. z. bedingungslos! Ich bin auch heil = ganz ohne Partner! Daher brauche ich es nicht, von anderen „geliebt“ zu werden. Dieses Mann-Frau-Gedöns ist mir zu teuer und macht mich unfrei. Es ist eine Illusion, die es nicht bei Naturvölkern gibt, die noch artgerecht und liebevoll aufwachsen. Da gibt es echte Liebe.

 

Gefühle und Verstand sind gute Diener, aber sehr schlechte Herren.

 

Und nein, nicht jeder wünscht sich etwas Romantisches. Ich habe eine Menge Freunde, die keinen Wert mehr darauf legen, weil der Preis dafür zu hoch ist, weil es sie unfrei macht. Sie betrachten es so nüchtern wie ich. Und das sind mit Abstand die glücklichsten, gesundesten (physisch und psychisch), fröhlichsten und erfülltesten Menschen, die ich kenne, die das Leben selbst lieben und das Leben liebt diese Menschen. Sie „brauchen“ niemanden mehr, außer sich selbst.

 

Diese Menschen erleben nichts Schönes? Da täuscht du dich aber gewaltig. Sie gehen auch nicht mehr durch die Hölle wegen „unerwiederter Liebe“. Sie brauchen keinen bestimmten Menschen, um sich geliebt zu fühlen und glücklich zu sein. Und wenn dieser eine, ganz bestimmte Mensch nicht kommt, er kommt übrigens bei den meisten genau nicht, besonders wenn sie darauf hoffen und warten – dumm gelaufen, das Leben mit Nutzlosigkeiten vertan.

 

Du weißt gar nicht, wie attraktiv echte Liebe macht, wie anziehend sie dich für andere Menschen und sogar alle Männer, egal ob jung oder alt, schön oder hässlich. Und doch bist du frei und das macht dich noch anziehender. Ich erlebe es in einem durch. Sobald ich raus feiern gebe, bin ich von Männer umringt, obwohl ich mich niemals aufbrezel. Genau so bei meiner Tochter, die allen Seiten regelrecht angebetet wird.

 

Du hast dein Schicksal in der Hand. Du bestimmst, was du erlebt. Kein Warten auf sogenannte Liebe von jemanden, der sich selber nicht lieben und daher auch andere nicht lieben kann – der braucht und daher gebraucht und missbraucht.

 

Ich habe nichts im Leben vermisst oder verpasst. Ich habe gelebt, anstatt auf jemanden gewartet. Ich habe bedeutend mehr Menschen erlebt, die kotz-unglücklich, anstatt glücklich durch die sogenannte romantische „Liebe“ waren. Das Glück war meist nur sehr kurz, der Rest der folgte, war oft jahrelanges Aushalten, Durchhalten und endloses Leiden.

 

Ich wollte mit niemandem auf der ganzen Welt tauschen und vermisse rein gar nichts, außer noch etwas mehr materiellen Reichtum! 🙂

 

Damit setzte ich eine sehr interessante und angeregte Dikussion in Gang

 

Was ich abschließend dazu sagen möchte

 

Ich habe sehr hohe Ansprüche, was das Wort Liebe betrifft. Leider haben wir nur ein Wort dafür, egal ob man seinen Sexualpartner, seine Freunde, seine Kinder, seinen Hund, seine Katze, sein Auto oder das Leben selbst liebt, weil man erkannt hat, was Leben bedeutet und damit jedes Lebenwesen, das Leben verkörpert. Damit wird das Leben ein einziger Akt der Verehrung.

 

Und nein, ich lehne die romantische Liebe nicht komplett ab. Aber ich warte und hoffe nicht auf sie und ich würde mich nur noch mit jemanden darauf einlassen, der mir ein wahrer Freund ist und mein Leben bereichert und auch nur noch, solange er genau das für mich ist.

 

Ich habe auch so einige Mann-Frau-Beziehungen erlebt, bei denen einem warm um’s Herz wird, wenn man miterleben darf, wie liebevoll diese Partner sogar noch nach Jahrzehnten miteinander umgehen und sich gegenseitig ein loyaler Freund sind.

 

Ein weiterer Artikel zum Thema Mann-Frau-Beziehungen ist Sollte man in einer Mann-Frau-Beziehung nicht zu freundlich sein?

 

Ein sehr empfehlenswertes Buch zu diesem Thema ist Drehbuch II. Das Mann/ Frau Buch: Die Transformation der Liebe. Ein weiteres empfehlenswertes Buch ist Lust von Alexander Lowen.

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