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Die Hausstaubmilbe und die Hausstauballergie

Kai Westermeier von der Seite hausstaubmilben.org klärt uns in diesem Interview über die Hausstauballergie, und was genau dahintersteckt, auf.

 

Wellness-Shop: viele Allergiker haben eine sogenannte Hausstauballergie. Bitte erklären Sie uns, was es genau damit auf sich hat.

 

Kai Westermeier: die Hausstauballergie ist die zweithäufigste Allergie in Deutschland. Nur die Pollen-, bzw. Blütenpollen Allergie tritt noch häufiger auf. Wichtig zu wissen ist, dass der Allergiker nicht gegen den Hausstaub selbst, sondern gegen den Milbenkot der Hausstaubmilbe allergisch ist.

Wenn er trocknet und zerfällt verbindet er sich mit dem Hausstaub und wird zwangsläufig eingeatmet. Die Eiweiße in dem Milbenkot sind die eigentliche Ursache der Allergie. Die typischen Symptome sind dann ein Niesreiz, eine trockene Nase, eine laufende Nase, eine verstopfte Nase oder roter Augen.

Wer länger den Allergenen ausgesetzt ist, bei dem wechselt die Allergie möglicherweise hinab in die Bronchien. Es entsteht Asthma, bzw. eine Vorstufe davon.

 

Wellness-Shop: was ist die Hausstaubmilbe?

 

Kai Westermeier: Milben zählen zu den Spinnentieren. Dies sind nicht nur die herkömmlichen Spinnen, wie wir sie kennen, sondern auch Skorpione, Zecken oder eben Milben. Auch die Hausstaubmilbe gehört somit zu den Spinnentieren.

Mit einer Größe von nur 0,1 mm bis 0,5 mm sind Hausstaubmilben für das Auge praktisch unsichtbar. Man erkennt sie erst unter dem Mikroskop. Die Tierchen sind so klein, dass in 1 g Staub bis zu 15.000 Hausstaubmilben leben können.

Die Hausstaubmilbe findet sich dabei in allen menschlichen Behausungen, egal ob Wohnung oder Haus. Eine Besiedlung lässt sich kaum vermeiden, irgendjemand schleppt immer ein paar dieser Milben mit sich herum.

 

Wellness-Shop: und die Milben finden sich überall im Haushalt?

 

Kai Westermeier: Nein. Milben halten sich am liebsten in Matratzen, Polstergarnituren oder langflorigen Teppichen auf. Insbesondere die Matratzen sind der liebste Ort der Milben. Dazu muss man wissen, dass Milben sich von Hautschuppen ernähren und am besten bei einer Temperatur von 25-30 °C und einer Luftfeuchtigkeit von mindestens 75-80 % gedeihen.

Genau dieses Klima findet sich in den meisten Matratzen. Der erwachsene Mensch verliert rund 2 g Hautschuppen am Tag, von denen sich viele im Bett wieder finden. Dazu erwärmt der Mensch das Bett und sein Schweiß und die Atemluft lassen im Schlafzimmer die Luftfeuchtigkeit stark ansteigen. Auch die Matratze saugt die Feuchtigkeit auf. Das sind ideale Lebensbedingungen für Hausstaubmilben.

Eine einzelne Milbe kann im Laufe ihres Lebens bis zu ihrem 200 fachen Körpergewicht an Kot produzieren. Bedenkt man dann, dass in einer Matratze die ca. acht Jahre alt ist, bereits 1 Million Milben leben können, ahnt man, welche riesige Belastung für einen Allergiker sich da in der Matratze befindet.

 

Wellness-Shop: was kann man gegen die Hausstaubmilben tun?

 

Kai Westermeier: wirklich ausrotten kann man die Hausstaubmilben leider nicht. Die wirksamste Bekämpfung ist, die Population so klein wie möglich zu halten. Hierzu gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die helfen.

 

1. Ausreichend lüften

Wer morgens sein Schlafzimmer ordentlich und ausreichend lüftet, der tut viel gegen Hausstaubmilben. Die Feuchtigkeit im Schlafzimmer verschwindet und die Temperatur in der Matratze geht zurück. Wichtig ist, das Bett nicht wie üblich zu machen, sondern das Bettzeug neben dem Bett zu platzieren, damit die Matratze ausreichend lüften kann.

 

2. Spray gegen Milben

Gegen Hausstaubmilben gibt es ein Spray, welches aus dem Öl des Niembaumes gewonnen wird und Neemöl heißt. Richtig angewendet tötet dieses Öl die Hausstaubmilben ab. Leider wird der vorhandene Kot dadurch nicht neutralisiert. Man sollte also eine neue Matratze von Anfang an regelmäßig mit diesem Spray behandeln.

 

3. Encasings

Für die meisten Matratzen gibt es Überzüge, die keine Milben und keinen Milbenkot durchlassen. Diese Überzüge tragen den Fachbegriff „Encasing“. Fragen Sie Ihre Krankenkasse, ob sie die Kosten für solch einen Überzug trägt. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt sich ein Attest von einem Lungenfacharzt ausstellen. Häufig können diese sogar solch ein Encasing selbst verschreiben.

 

4. Staubsauger mit Hepa-Filter

Für Allergiker ist ein Staubsauger mit speziellem Filter besonders wichtig. Dieser Filter ist sehr klein und filtert auch Allergene aus der Luft. Hier sind zum Beispiel Hepa-Fillter oder Ulpa-Filter besonders geeignet.

 

5. Regelmäßig Matratze wechseln

Alle paar Jahre, etwa zwischen fünf und acht Jahren, sollte man die Matratze wechseln und eine neue anschaffen. Nach dieser Zeit ist, wie bereits oben beschrieben, die Milbenpopulation mit ca. 1 Million Milben pro Matratze am größten. Da in den allermeisten Fällen nach dieser Zeit die Matratze auch durchgelegen ist, bietet sich ein Neukauf an.

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